Hotel de la Gare

Nach der Brandkatastrophe von 1892 liess der legendäre „Hauptmann Gsteiger“ (Grossvater des letzten Besitzers Peter Märkle) auf dem Brandplatz neben dem Bahnhof ein Hotel de la Gare erbauen. Bis 1910 wurde das bescheidene Haus immer wieder dem Zeitgeist angepasst. Als dann 1912 die Jungfraubahn vermehrt interessierte Bergfreunde anlockt, investiert der weitsichtige Emil Gsteiger vermehrt Mittel in das Hotel.

Hotel Bahnhof Terminus

1932 heiratet Rudolf Märkle Martha Gsteiger, eine Tochter des Hotel-Gründers. Das junge Paar übernimmt das Hotel in Pacht und beginnt zaghaft mit einem kurzen Winterbetrieb über Weihnachten und Neujahr. 1937 wird das Hotel vom Ehepaar Märkle-Gsteiger gekauft. Im gleichen Jahr beginnt eine Umbauphase. Es gibt neu fliessendes Wasser in allen Zimmern.

„Bahnhof“ und „First“

In den Kriegs- und Nachkriegsjahren gilt es auf manch Gewohnte zu verzichten. Mitte der Fünfzigerjahre werden zwei weitere Umbauten vorgenommen. Martha Märkle lässt sich ab 1947 täglich mit dem Sessellift auf die First tragen, um das damals bescheidene Restaurant zu führen. Überzeugt von seinem Beruf, optimistisch und weitsichtig, wagt Vater Märkle auch für seine Kinder eine Hotelkarriere.

Peter Märkle übernimmt den Betrieb

1970 erkrankt Vater Märkle schwer. Peter muss, erst 26 Jahre alt, von seiner Tätigkeit in Honolulu nach Hause reisen und die volle Verantwortung für das Hotel Bahnhof übernehmen. Geführt von der vererbten Risikofreudigkeit wagt er sich bereits 1972 an eine Betriebserweiterung. 1973 kann die Hotelerweiterung mit der Einweihung des fünfstöckigen Neubaus neben dem Hotel Bahnhof angeschlossen werden.

Hotel Derby

Nach der Eröffnung des neuen Hotels im Jahre 1974 unterstützt Christiane Märkle, als neuvermählte Frau Märkle, ihren Ehemann mit sehr viel Elan und Erfahrung. Sie bringt viel Wissen und Erfahrung in der Hotelbranche mit. Um den vielen englisch sprechenden Gästen entgegen zu kommen, wechselt der Name zu dem heutigen „Derby“.

Beitritt Best Western

Um konkurrenzfähig und auf dem internationalen Markt gut vertreten zu sein, entschließen sich Herr und Frau Märkle 1986 zum Betritt zu den „Ambassador Swiss Hotels“, der heutigen Best Western Switzerland, einer der größten Hotelgruppen der Schweiz. Ein weiteres Stadium in der seit 100 Jahren dauernden Metamorphose erfährt das Hotel in allernächster Zukunft: jedes Zimmer erhält einen Anschluss an das Kabelfernsehen und per Telefon kann sich jeder Gast mit der Welt verbinden – ohne Fräulein vom Amt, bequem per Direktwahl. Um den Gästen aus aller Welt eine direkte Buchung zu ermöglichen, wird das Hotel mit Kommunikationsgeräten neuster Technik bestückt und an das weltweit funktionierende Reservationssystem Plato 11 angeschlossen.

Die Mitarbeiter: der wichtigste Erfolgsfaktor

Aber trotz aller technischen Neuerungen wissen die Direktoren eines mit Bestimmtheit: „All die Ziele wären ohne die Hilfe unserer Mitarbeiter nicht zu erreichen.“ Einige Mitarbeiter gehören sogar seit Jahrzehnten zu den treuen Stützen des Hauses und kümmern sich tagtäglich mit Elan und persönlichem Engagement um die Bedürfnisse der Gäste. Viele kehren genau deshalb über viele Jahre zurück in das „Zuhause der Gastfreundschaft“. Auch nach dem Austritt bei Best Western nach fast 20 Jahren Zugehörigkeit bleibt das Publikum international.

120 Jahre Derby Grindelwald, ein Traditionshaus wechselt die Hand

2012 feiert das Derby Hotel sein 120jähriges Bestehen. Im selben Jahr entschließen sich die Besitzer zum Verkauf des Betriebes. Die aargauische Kasper Holding AG übernimmt im Dezember 2012 den Betrieb mit sämtlichen Mitarbeitern. Ziel des Unternehmens zu dem bereits elf selbstständig geführte Hotel- und Gastronomiebetriebe gehören ist es, das bewährte Konzept, den Charme und die Herzlichkeit des Hauses so zu bewahren, wie es während drei Generationen aufgebaut und gelebt wurde. Das Ehepaar Märkle bleibt vorerst noch als Direktion engagiert.

2013 Direktionswechsel

Ab April 2013 übernehmen Marion Ziegler und Gunnar Baum als Direktionspaar die Leitung des Hotels. Mit dem Grundsatz „never change a running system“ oder zu Deutsch „ändere nie ein funktionierendes System“ finden unsere Gäste immer noch Ihre Lieblingsgerichte auf der Speisekarte, genießen das rustikale Ambiente im beibehaltenen Dekor und werden weiterhin von der altbewährten Crew umsorgt und verwöhnt.